Haben wir eine Staupe-Epidemie in der Schweiz?

Zurzeit geht das Gerücht um, dass diese schlimme Krankheit umgehen soll...

Die Hundestaupe kann tatsächlich über Wildtiere, wie Füchse übertragen werden. Diese dringen immer weiter in die Wohnzonen vor.

Eine Impfung ist generell sicherlich für Hunde sehr empfehlenswert !

 


Situation Staupe Wildtiere Schweiz: 


Die Staupe-Epidemie betrifft nicht nur die Schweiz. Die Staupe hat viele Todesopfer (v.a. Füchse und Dachse) in Österreich, Süddeutschland und Norditalien verursacht, bevor Fälle in Liechstenstein und der Ostschweiz erstmals 2009 gefunden wurden. Die Epidemie hat mittlerweile über Deutschland sogar Dänemark erreicht. In der Schweiz hat sie sich Richtung Westen ausgebreitet und in den vergangenen  Jahren hunderte von Füchsen getötet - davon wurde sehr viel in der Schriftpresse sowie am Fernseh berichtet; das BLV hat mal über seinem Blog Infos gestreut; und verschiedene Tierarztvereinigungen und einige kantonale Veterinärämter haben aktiv Informationen gesucht und gestreut (eingeladene Vorträge, Pressemitteilungen); die neusten Infos wurden auch via BLV an die kantonalen Veterinärämter über unser FIWI-Quartalbericht verteilt.
Die Staupe-Epidemie in der Schweiz ist also eine Realität. Nach der  Ost-, Nord-, Zentralschweiz und Tessin wurden auch Fälle im nördlichen Jura, Wallis und Waadt (v.a. Alpen) diagnostiziert. Das Wirstspektrum hat sich langsam erweitert, da Infektionen mit dem Staupevirus nicht nur bei zahlreichen Füchsen und Dachsen sondern auch bei zwei Luchsen, einigen Stein- und Baummardern sowie einem (geimpften) Hund, einer Katze und asiatischen Murmeltieren in Gefangenschaft (co-infiziert mit einem Orthopoxvirus) diagnostiziert wurden. Was diesen Frühling aber neu gewesen ist, ist der Auftritt von Fällen im Kanton Fribourg und Berner Seeland. Bis dann waren diese Gebiete wie die weiter westlich gelegenen Regionen verschont geblieben.
Wie viele Fälle es im Moment genau gibt, wissen wir aber nicht genau, da das FIWI nur eine Stichprobe der gefundenen Fälle zur Diagnostik erhält, aber die lokalen Wildhüter berichten tatsächlich von einer Zunahmeder Todesfunde und der krank beobachteten Tieren und es ist zu erwarten, dass es noch mehr geben wird.  

Autoren:
Marie-Pierre Ryser-Degiorgis
Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin
Universität Bern
Roman Meier, Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin FIWI, Universität Bern

http://www.jfv.tg.ch/documents/Merkblatt_FIWI_Staupe_Januar_2010.pdf

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Leptospirose-Warnung in unserem Praxisgebiet

 

 

Mit dem milden Winter und dem beginnenden Frühling hat es erste Leptospirose-Fälle gegeben.

Diese, oftmals tödlich endende Infektion, holen sich ungenügend geimpfte Hunde beim Trinken aus Pfützen.

 

Wenn auch ein paar Komponenten der Hundeimpfung länger als ein Jahr hält (Viren), schützen die Komponenten gegen Bakterien (Leptospirose und Bordetellen/KC) höchstens ein Jahr.

Auch, oder gerade, ältere Hunde sind gefährdet, schützen Sie Ihren Liebling!

 Siehe auch:

http://www.tierkliniksonnenhof.ch/wissenswerte_tipps.html